Kinderhaus Storchennest feiert seinen 25. Geburtstag

1997 ergriffen Deisendorfer Bürger die Initiative und gründeten den privaten Kindergarten Storchennest in Deisendorf, wobei allein auf der Baustelle mehr als 700 Stunden ehrenamtlich geleistet wurden.

– Träume brauchen ein Stück Land, auf dem Sie Wurzeln schlagen –

das war von Anfang an das Motto des Kinderhauses Storchennest in Deisendorf. Vor diesem Hintergrund haben sich vor 25 Jahren die Deisendorfer einen großen Traum erfüllt, der seither Wurzeln geschlagen hat.

Die Verantwortlichen haben bei einer Jubiläumsfeier zurückgeblickt und sich für den Mut, die Hilfe, die Unterstützung und die Gemeinschaft im Ort bedankt. Die Erzieherin und Flötistin Anna Eperjesi eröffnete die Jubiläumsfeier, über die Entstehungs- und Entwicklungsgeschichte berichtete Ronny A. Knepple. Markus Müller, Leiter des Kinderhauses, zeigte Bilder aus alten und neuen Zeiten, die von A. Eperjesi musikalisch umrahmt wurden.

Zur Entstehungsgeschichte: Im Eingemeindungsvertrag 1974 mit der Stadt Überlingen wurde der ehemals selbstständigen Gemeinde Deisendorf der Bau des noch fehlenden Kindergartens zugesichert. In Deisendorf entstanden in den 70ern und 80ern große Baugebiete. Doch noch immer gab es keinen Kindergarten, die Kleinen mussten mit Bussen nach Nußdorf pendeln. Im Jahr 1996 wurde dann der gemeinnützige Förderverein Dorfgemeinschaft Deisendorf gegründet.

Im März 1997 – nach vielen erfolglosen Anläufen bei der Stadt Überlingen, den zugesagten Bau des Kindergartens einzufordern – gründeten die Deisendorfer eine Bürgerinitiative, mit dem Ziel der Errichtung eines privaten Kindergartens. Mehr als 700 Arbeitsstunden wurden ehrenamtlich auf der Baustelle geleistet. 2003 kam die Waldgruppe dazu, 2008 die Kindergrippe, 2011 eine weitere Hausgruppe.

2016 wurde der Kindergarten vom Förderverein ausgegliedert als unabhängiger gemeinnütziger Verein „Kinderhaus Storchennest Deisendorf e.V.“, der seither als Träger das private »Kinderhaus Storchennest Deisendorf« führt.

Ortsvorsteherin Karin Müller überbrachte bei der Feier Glückwünsche: „Wenn ein Kindergarten 25 Jahre wird, dann sind das grob 5000 Tage voller Kinderlachen, aber auch mal Tränen.“ Im Kindergarten gebe es viele kleine und große Feste – Geburtstage, Ostern, Erntedank, Nikolaus, Weihnachten und mehr. Es gebe aber auch unzählige Begegnungen, Geschichten, Beziehungen, Momente, in denen man das Miteinander leben lernt.

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